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Leopold II.
Erzherzog von Österreich
Großherzog der Toskana
Kaiser des HRR

(05.05.1747 - 01.03.1792)



Peter Leopold Joseph von Österreich-Lothringen kam am 05.05.1747 in Wien zur Welt. Er war der dritte Sohn des Kaiserpaares Franz I. Stephan und Maria Theresia und wurde auf den Namen Petrus Leopoldus Ioannes Antonius Joachim Pius Gotthardus getauft.

Zu Beginn war Leopold dazu bestimmt gewesen, Herzog von Modena zu werden. Nach dem Tod seines Bruders Karl Joseph rückte er jedoch an dessen Stelle als zukünftiger Großherzog der Toskana. Er sollte hier später seinen Vater beerben.

Am 05.08.1765 heiratete Leopold in Innsbruck die spanische Infantin Maria Ludovica (1745-1792), Tochter von König Karl III. von Spanien.

 
Maria Ludovica (1764/65, Anton Raphael Mengs)

Die Hochzeitsfeierlichkeiten wurden durch den plötzlichen Tod seines Vaters, Kaiser Franz I. Stephan, am 18.08.1765 überschattet. Durch den Tod des Kaisers wurde Leopolds älterer Bruder Joseph zum neuen Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.
Leopold selbst trat nach dem Tod des Vaters die Nachfolge als Großherzog der Toskana an..

 
Leopold mit seinem Bruder Joseph II. (1769, Pompeo Batoni)

Das junge Großherzogenpaar zog für die nächsten 25 Jahre in die neue Heimat Florenz.
Die Ehe der beiden verlief glücklich und zwischen 1767 und 1788 schenkte Maria Ludovica ihrem Gemahl 16 Kinder, von denen fast alle das Erwachsenenalter erreichten.

Als Großherzog trug Leopold den Namen Pietro Leopoldo I.; seine 25-jährige Regierungszeit war geprägt von bedeutenden politischen Reformen: u.a. schaffte Leopold 1786 die Folter und die Todesstrafe ab, reformierte das Schulwesen, sorgte für die Steuergleichheit in allen Ständen usw.

 
Leopold II. (János Donath)

Der Tod seines Bruders Joseph II. am 20.02.1790 brachte Leopold schließlich auf den Kaiserthron.
Die Familie zog am 03.03.1790 nach Wien um.
Am 09.10.1790 wurde Leopold in Frankfurt als Leopold II. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gekrönt.
Als Kaiser setzte Leopold II. seine Reformen auf Reichsebene fort und versuchte, einige überstürzte Reformen seines Bruders wieder ins Reine zu bringen.

Zum Zeitpunkt seiner Krönung zum Kaiser des HRR herrschten in Frankreich bereits die Wirren der Französischen Revolution, deren Gefangene seine Schwester Königin Marie Antoinette samt Familie war.
Im Sommer 1791 proklamierte Leopold II. - auf Initiative des Comte d'Artois, dem Bruder von König Louis XVI. - zusammen mit König Friedrich Wilhelm II. von Preußen und einigen adligen Emigranten die sogenannte Pillnitzer Deklaration zum Schutze der französischen Königsfamilie. Dies bedeutete quasi die Kriegserklärung an das revolutionäre Frankreich, wobei man sagen muss, dass dahinter seitens der erklärenden Mächte keine tatsächliche Kriegsabsicht steckte.
Die Pillnitzer Deklaration brachte jedenfalls nicht den erwünschten Erfolg, sondern schadete der unglücklichen Position des gefangenen französischen Königs und seiner Familie noch mehr.

 
Leopold II., 1791/92

Eine plötzliche Erkrankung machte die Zukunftspläne des Kaisers zunichte. Ob Leopold II. vergiftet wurde oder an einer akuten Blinddarmentzündung oder Rippenfell- und Lungenentzündung starb, ist bis heute leider nicht geklärt.

Sein Nachfolger auf dem Kaiserthron wurde sein ältester Sohn Franz II.


   

 


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