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Napoléon Bonaparte

(1927 / 1934)

 



Daten


Frankreich, 1927, 330min
(vertonte Neuaufführung in 1934)

Regie/Drehbuch/Produktion: Abel Gance
Premiere: 07.04.1927 (Frankreich, Deutschland)

Darsteller:

Marie Antoinette = Suzanne Bianchetti
Napoléon = Albert Dieudonné
Napoléon als Kind = Vladimir Roudenko
Robespierre = Edmond Van Daële
Danton = Alexandre Koubitzky
Marat = Antonin Artaud
Saint-Just = Abel Gance
Joséphine de Beauharnais = Gina Manès
Louis XVI. = Louis Sance
Charlotte Corday = Marguerite Gance
u.v.m.



Inhalt


Der Film behandelt biografisch das Leben von Napoleon, angefangen in dessen Schultagen, bis hin zu seinem politischen Aufstieg.
Mit der triumpfierenden Invasion in Italien 1797 endet der Film. Es war ein vom Regisseur geplantes Ende - jedoch ein Ende auf Zeit. Denn ursprünglich sollte es 5 Fortsetzungen des Films geben, die jeweils eine weitere Episode aus Napoleons Leben bieten sollten.
Doch gelang es dem Regisseur nie, das nötige Geld für die Fortsetzungen aufzutreiben.



Sonstiges


♦ Regisseur Abel Gance selbst spielte die Rolle des Saint-Just.

♦ Der Film war für damalige Verhältnisse ein technisches Meisterwerk und wird auch heute noch mit dem filmischen Fortschritt in Verbindung gebracht. "Napoleon" vereinte erstmals sämtliche bisherige Errungenschaften des Stummfilms in einem Film, nutzte u.a. Farbaufnahmen und die ersten Breitbandszenen.

Doch wurde "Napoléon" nicht nur falsch vermarktet, sondern wurde ebenso ein Opfer des filmischen Fortschritts. Zum einen war die Aufführung aufgrund der neuen Techniken nur in wenigen Kinos möglich, da nicht alle Kinos auf dem neuesten technischen Stand waren. Zum anderen scheiterte es in den USA z.B. an der falschen Vermarktung durch die Vertriebsfirma MGM - man verzichtete auf die fortschrittlichen Aspekte, was zum Misserfolg an den US-Kinokassen führte.
Und so kam es wie es kommen musste: als die ersten Tonfilme erschienen, schenkte man Gances "Napoléon" kaum mehr Beachtung.

♦ Im Jahre 1934 wurde "Napoléon" - überarbeitet und mit Stereo-Toneffekten versehen - erneut aufgeführt.

♦ Den größten Erfolg erreichte der Film jedoch erst in den Jahren 1979 und 1981.
Während Regisseur Gance jahrzehntelang für das Ansehen seines großen Werkes kämpfen musste, wurde sein Wunsch endlich erfüllt, als der britische Regisseur Kevin Brownlow nach 20 Jahren Film-Restaurierung "Napoléon" 1979 in London mit der Filmmusik von Sir Carl Davis neu aufführen ließ.
1981 erfolgte eine weitere Aufführung, diesmal in den USA und
mit der Musik von Carmine Coppola. Endlich erlangte der Film auch in den USA den ersehnten Erfolg.
Regisseur Abel Gance (1889-1981) hatte sogar das Glück, diesen Erfolg selbst noch miterleben zu dürfen.

♦ Bis zum Jahre 2000 wurde der Film dreimal restauriert und mit bislang unveröffentlichten Szenen ergänzt.





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