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Kapitel 2.6
Die einsame Dauphine



Marie Antoinette nutzte zwar jede Gelegenheit, dem tristen Alltag am Hofe zu entfliehen, doch konnten all die Jagdausflüge, Bälle, Opern und Komödien ihre Einsamkeit nicht verhindern.
Noch immer galt ihre Ehe als nicht vollzogen. Louis Auguste gab sich ihr gegenüber zwar stets zärtlich und liebevoll und versprach ihr, sie baldmöglichst zu seiner richtigen Frau zu machen, doch häufig kam irgendetwas dazwischen.
Unangenehm waren ihr die Rechtfertigungen vor dem König - ahnend, dass die Favoritin alles erfahren und über sie lachen würde.
Auch aus Österreich gab es immer häufiger Rügen in Bezug auf die eheliche Situation. Von allen Seiten waren die Erwartungen in die Dauphine enorm groß... sie selbst fühlte sich alledem nicht gewachsen, war es doch ihr Ehemann, der sich ihr entzog.

Am 22.07.1773 konnte man nun endlich bekannt geben, dass die Ehe des Thronfolgerpaares vollzogen sei !
Da jedoch beide unerfahren in diesen Dingen waren, war man sich nicht sicher, ob der Vollzug auch tatsächlich erfolgreich war.
So entstand wohl das heutige Gerücht, die Ehe der beiden sei ganze 7 Jahre nicht vollzogen worden.

Umso unangenehmer war die Tatsache, dass die frische Ehe des Comte d'Artois, dem jüngsten Bruder des Königs, offensichtlich erfolgreicher vollzogen wurde.

Marie-Thérèse de Savoie, Comtesse d´Artois

Am 14.11.1773 wurde die zukünftige Braut des Comte d'Artois nahe Fontainebleau in Empfang genommen. Sie, Marie-Thérèse de Savoie, war die jüngere Schwester der Comtesse de Provence.
Marie Antoinette empfing ihre zweite Schwägerin zwar mit aller Freundlichkeit, stellte jedoch sofort fest, dass es dieser an Charme fehle, sie viel zu schüchtern und zu verlegen sei.

Zwei Tage nach ihrer Ankunft, fand in Versailles die Hochzeit des Comte d'Artois und der Marie-Thérèse de Savoie statt.


"Königin Marie Antoinette"



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