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Kapitel 7.1
Die Generalstände



Am 08.08.1788 berief König Louis XVI. aufgrund der finanziellen Krise Frankreich auf Druck des Adels (2. Stand) die Generalstände für Mai 1789 ein. Jacques Necker wurde im September 1788 zum 2. Mal zum Generaldirektor der Finanzen ernannt.
Am 05.05.1789 wurden die Generalstände in Versailles eröffnet.

Am 04.06.1789 starb Louis-Joseph, der 7-jährige Sohn Marie Antoinettes und Thronfolger Frankreichs, auf Schloss Meudon, kurz nachdem die ersten Symptome einer Tuberkulose festgestellt wurden.
Ende 1786 war der Dauphin bereits an Rachitis erkrankt. Anfang 1787 hatte die Königin in Briefen an ihren Bruder Kaiser Joseph II. die angeschlagene Gesundheit des Dauphins geschildert und von Verkrümmungen der Wirbelsäule und Wachstumsstörungen in den Gliedmaßen berichtet - beides Folgeerscheinungen der Erkrankung.

Bei der Nachricht vom Ableben seines Sohnes, brach König Louis XVI zusammen. Da am gleichen Tag eine Audienz mit dem Dritten Stand geplant war, bat der König die Delegierten, die Audienz um einige Tage zu verschieben, um in Ruhe trauern zu können. Man lehnte jedoch ab. Verzweifelt rief der König aus: "Gibt es denn keine Väter in dieser Versammlung ?"

Louis Joseph wurde in der Basilika Saint-Dénis bestattet.
Marie Antoinettes zweiter Sohn, Louis-Charles, wurde nun zum Thronfolger Frankreichs.

Am 17.06.1789 erklärte sich der Dritte Stand zur Nationalversammlung (Assemblée Nationale) und forderte die Vertreter der anderen Stände zum Anschluss auf.
Nach dem Ballhausschwur vom 20.06.1789 in Versailles, erklärt sich die Versammlung am 09.07.1789 zur verfassungsgebenden Nationalversammlung.

Jacques Neckers Entlassung am 11.07.1789 und die Verbannung aus Frankreich galt als einer der Auslöser des Sturmes auf die Bastille am 14.07.1789. Der König berief Necker anschließend abermals zurück. 1790 trat Necker dann entgültig zurück.


"Die Französische Revolution nimmt ihren Lauf..."
 



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