8-3 Tuilerien

Kapitel 8.3
Alltag in den Tuilerien



Das Königspaar wurde zunächst ins Rathaus von Paris gebracht, wo ihnen der Bürgermeister Bailly die Schlüssel der Stadt überreichte.

Nach dem Empfang im Pariser Rathaus begaben sich der König, die Königin, die Kinder und Madame Elisabeth in die Tuilerien. Der alte Palast wurde nun wieder zum Regierungssitz Frankreichs.
Der schottische Gärtner des Comte d’Artois, Monsieur Blaikie, habe sich unter den Zuschauern befunden, als das Königspaar vom Rathaus in die Tuilerien gebracht werden sollte. Er schilderte, dass die Königin auf dem Boden der Kutsche gesessen habe und den Dauphin auf ihrem Schoß hielt. Einige besonders schlimme Leute hätten mit Gewehren über die Köpfe der beiden geschossen. Blaikie habe sie aufgefordert, damit aufzuhören, bevor jemand verletzt wird. Erst als die Menge sich Blaikie anschloss, gelang es ihm, dem Treiben ein Ende zu bereiten.

Die Tuilerien waren zum Zeitpunkt des Einzugs der Königsfamilie noch von Hofleuten bewohnt, die den Palast nun räumen mussten, ihr Mobiliar allerdings für die Königsfamilie dort ließen.
Die Comtesse de La Marck (Schwester der Marschälle von Noailles und Mouchy) bewohnte das Appartement, welches man nun der Königin gab.

Der Comte de Provence und seine Gattin zogen ins Palais du Luxembourg.

In den Tuilerien bemerkte die Königin, dass ihr Haar an den Schläfen durch den Schock der letzten beiden Tage ergraut war.


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